Heimatforscher

Forschungswerkstatt *Heimat*

Die kommunale Jugendarbeit des Landkreises führt ein Projekt fort, das im Rahmen einer Kooperation mit der interkommunalen Jugendpflege in der AOVE Ende des Schuljahres 2011 / 2012 entstanden ist. Es handelt sich um die Forschungswerkstatt Heimat: ein ganz praktisches Projekt für Klassen der Jahrgangsstufe 3 und 4, das sich mit der Lebenswelt von Kindern auseinandersetzt und Entwicklungspotenziale im gemeindlichen Umfeld aufzeigt.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich intensiv mit den Angeboten und der Kinderfreundlichkeit ihrer Kommune auseinander und fungieren als Expertinnen und Experten in der Bewertung der Attraktivität. Durch die gemeinsame Arbeit wird bewusst ein regionaler Bezug hergestellt und die Heimatverbundenheit gestärkt. Das Wissen der Kinder und deren Ideen können von kommunalen Gremien genutzt werden.

Wo Kinder und Jugendliche Anerkennung erfahren und die Erfahrung machen, dass sie etwas bewirken können, werden sie sich auch in der Zukunft einbringen.

Projektziele:

  • Schaffen von Beteiligungsmöglichkeiten
  • Vermittlung von Beteiligungskompetenz
  • Stärken der Heimatverbundenheit
  • Bewusstsein schaffen für eine kinderfreundliche Kommune
  • Expertenwissen nutzbar machen
  • Förderung von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein bei den Schülerinnen und Schülern
  • Vermittlung demokratischer Strukturen

Projektumfang:

Pro Schule zwei Vormittage für die Durchführung der Forschungswerkstatt und eine Schulstunde für die Abschlusspräsentation.

Projektleitung und Ansprechpartnerin ist Anita Kinscher (E-Mail-Adresse)

 

Planspiel *Heimat* – spielerisch Demokratie vermitteln

Kinder kommen schon früh in Kontakt mit Politik – sei es bei der Mitbestimmung und Gestaltung ihrer Freizeitmöglichkeiten und deren Orte oder bei der Wahl ihres Klassensprechers. Auch die Lehrpläne werden über das Kultusministerium gesteuert und entschieden – letztlich von dem Bayerischen Kultusminister, einem Politiker. Politik besonders nah (be-)greifbar zum Beispiel in Form des benachbarten Spielplatzes oder allgemein geltender Gesetze: Nicht immer können Kinder Hintergründe verstehen und durchschauen. Es ist daher besonders wichtig, dass Mädchen und Jungs bereits im frühen Alter politische Mitgestaltung einüben und sich zu demokratiefähigen Personen entwickeln. Dies geschieht dann, wenn sie in ihrem Alltag Demokratie leben können. Schule als Lebensort wird dabei in seiner Bedeutung immer wichtiger und bietet sich als Bildungseinrichtung für das Projekt an.

In dem Planspiel *Heimat* – spielerisch Demokratie vermitteln schlüpfen Grundschulkinder in die Rolle von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern. Sie erfahren wie es ist, ein politisches Problem anzugehen, zu verhandeln und eine Lösung herbeizuführen. Dabei wird bewusst die lokalpolitische Ebene gewählt, um an den Lebenswelten der Kinder anzuknüpfen. Die Handlungsorientierung des Planspielgedankens hat den Vorteil, dass demokratische Kompetenzen spielerisch erlernt werden können. Die Kinder erlangen als eigenständige Akteure erste elementare Erfahrungen in politischen Entscheidungs- und Diskussionsprozessen. Durch die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern wird bewusst ein regionaler Bezug hergestellt und gleichzeitig die Heimatverbundenheit gestärkt.

Planspiele haben dabei die Eigenschaft, „einen guten lebendigen Eindruck von dem Kräftespiel innerhalb der Institutionen [zu vermitteln und zu zeigen] wie Demokratie und Kompromisssuche eng verknüpft sind.“ (Rappenglück, 2014). Eine spielerische Auseinandersetzung mit Politik als Demokratie zum Hautnah-Erleben erscheint als der richtige Ansatz.

Projektziele:

  • Vermittlung eines Grundverständnisses für Politik und politische Verhandlungen
  • Vermittlung kommunaler Strukturen
  • Aufzeigen von Beteiligungsmöglichkeiten
  • Vermittlung von Beteiligungskompetenz
  • Hineinversetzen in die eigene Gemeinde und damit Stärken der Heimatverbundenheit
  • Vermittlung demokratischer Strukturen
  • Durchleben von fairen Aushandlungs- und Entscheidungsprozessen
  • Aufbau von Problemlösekompetenz durch das Aushandeln von Kompromissen und Lösungsstrategien für politische Meinungsverschiedenheiten
  • Förderung von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein bei den Schülerinnen und Schülern durch das Einnehmen von Rollen

Projektumfang:

2 zusammenhängende (Schul-)Tage (circa 10 Schulstunden/8 Zeitstunden) und eine Schulstunde für die Abschlusspräsentation.

Projektleitung und Ansprechpartnerin ist Anita Kinscher (E-Mail-Adresse)