Neues Freistellungsgesetz für Jugendleiter ab dem 01. April 2017

erstellt am: 11.04.2017 | von: Martina Spiegler | Kategorie(n): Allgemein

Mittlerweile gibt es ein neues Freistellungsgesetz für Jugendleiter.  Arbeitnehmer können sich zum Zweck der Jugendarbeit von ihrer beruflichen Tätigkeit freistellen lassen. Für Schüler und Studenten gilt dieses Gesetz jedoch nicht. Sie müssen sich von ihrer Schulleitung befreien lassen. Das Kultusministerium steht derartigen Beurlaubungen grundsätzlich positiv gegenüber, solange keine schulischen Gründe dagegensprechen.

Mit der Neufassung des Gesetzes ist die Freistellung nicht mehr nur tageweise möglich, sondern auch für kürzere Zeiträume. Insgesamt kann pro Jahr für maximal zwölf Veranstaltungen eine Freistellung gewährt werden.

Den Antrag kann die Jugendorganisation, für dessen Angebot der/die Jugendleiter/-in zum Einsatz kommt, selbstständig stellen. Das Antragsformular stellt der Bayerische Jugendring zur Verfügung. Früher war die Antragstellung nur auf Landesebene oder durch Bezirksjugendringe möglich. Der Antrag muss dem Arbeitgeber spätestens vier Wochen vor dem beantragten Zeitraum zugehen.

Wenn der Arbeitgeber den Antrag nicht spätestens zwei Wochen vor dem beantragten Zeitraum ablehnt, gilt dies als Bewilligung. Dies ist eine Neuerung gegenüber dem alten Gesetz und kommt den Arbeitnehmern sehr entgegen. Einen Antrag kann der Arbeitgeber nur ablehnen, wenn dringende betriebliche Gründe entgegenstehen.

Weitere Infos sowie das Antragsformular sind auf der Internetseite des Bayerischen Jugendrings zu finden. Bei Fragen kann man sich auch an den Kreisjugendring Amberg-Sulzbach wenden.